Montag, 29. August 2011




♥ entspannt.
♫ Hocico: Fed Up


   
Cutdown. Die letzten Tage waren wie Urlaub. Der Kurzurlaub ins Glück in der langen Version, quasi. Es waren immer wieder so kleine Momente, die sich angefühlt haben, als wäre ich ganz wo anders, irgendwo, wo die Zeit stehen geblieben und die Welt vollkommen in Ordnung, beinahe sorgenfrei ist. Es sind Momente wie diese, in denen ich mir Fabian herbeisehne, einen Menschen, der meiner Welt zmd. ganz nah ist. Ich würde ihm gegenüber sitzen, ihm detailliert erzählen, wie es sich anfühlt, und er würde kurz nicken um mir bescheid zu geben, dass er versteht. Aber er ist nicht hier und so konnte ich nur allein versuchen die Worte zu finden, die Augenblicke genießen. 

Es fing quasi an mit dem Ausflug mit Bauzi - wir hatten irgendwann als ich in Berlin war, zwischen unserem ganzen intelligenten Blödsinn den wir theoretisch verzapfen, geplant, wandern zu gehen und dann zum See zu fahren. Das haben wir dann auch wirklich getan. Wir sind ins Umland von Salzburg gefahren und da war genau das, wonach ich die letzten Monate so verzweifelt gesucht hab: haufenweise Natur und so unglaublich viel Ruhe. Ich habe einfach die Luft angehalten, als mir der Fahrtwind um die Nase wehte oder als wir endlich auf dem Berg angekommen sind um diesen wahnsinns Ausblick zu genießen, den ich bisher nur von Postkarten gekannt habe (memo an mich: Wanderschuhe kaufen!). Ich war noch nie auf einem Berg und ich habe entdeckt: ich liebe Klettern! Es war so toll.. jeder Augenblick, die Anstrengung hat sich allemal gelohnt. Danach waren wir an irgendeinem See baden. Wir haben durchgehend rumgealbert, es hat so viel Spaß gemacht. Und ich bin selbst von mir überrascht, wie ich meine Komplexe in eine Kiste packen und beiseite stellen konnte, ohne ernsthaft weiter darüber nachzudenken. In den nächsten Tagen hab ich mich dann endlich mit Klemens getroffen - es tut immer so gut ihn zu sehen, er gleicht die Wolken aus, die mir ständig folgen. Ähnlich wie Mikula, bei dem ich mich in einer Tour so unbeschwert fühle, als wären alle Sorgen mit einem Lidschlag fort. Ich hab in der ganzen letzten Woche so viel gelacht, wie schon lang nicht mehr und mich so entspannt und glücklich gefühlt. Häufig hab ich mich gefragt, warum ich das bei Fabian nie geschafft hab einfach loszulassen und glücklich zu sein. Warum es bei manchen Menschen so gut funktioniert und bei anderen nicht. Warum man bei manchen Menschen so eine starke Angst hat, sie zu verlieren und warum andere einfach nicht von einem weichen. 




five, four, three, two, one
the checkered flag
means we've just begun
let's cut it down
Matt & Kim: Cutdown )



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