Amor Fati. So. Endlich daheim! (: Nach 12 Stunden Zugfahrt - die btw irgendwie interessant waren. Um 21:14Uhr ging es los mit dem Nachtzug von Berlin nach München. Der allein hat schon 10 Stunden gebraucht, was nach den ewigen Pausen, u.a. in Sachsen (der Dialekt des Bahnhofsarbeiter hat's um kurz nach zwei Uhr morgens verraten) nicht mehr verwunderlich war. Die meisten hauptsächlich Jugendlichen in meinem Abteil sind sofort weggeschlafen, dazu gehörte auch meine asiatische Sitznachbarin. Ich dagegen lag hauptsächlich wach. Es gab noch nicht mal die Möglichkeit ein Buch zu lesen, da um 22 Uhr das Licht ausgeschaltet wurde. Erst kurz vor München bin ich dann weggenickt. Von da an ging es dann sehr flott. Schon im Zug Richtung Salzburg war ich plötzlich verdammt glücklich - es war die vertraute Umgebung und mein absoluter Lieblingsdialekt, der so sehr nach Heimat klingt. Ich glaub, ich war mit meinem Ankommen in Salzburg noch nie so euphorisch und innerlich zufrieden. Wie war das? So schnell möcht ich hier nicht mehr weg. Aber die Reise nach Berlin tat gut, auch wenn es mit 2 1/2 Wochen sehr kurz war. Es hat mir gründlich den Kopf durchgewirbelt.
Mein Fazit aus dem Ganzen: eine Fahrt im Nachtzug muss ich nicht wieder haben, fliegen ist defintiv schöner, aufregender und geht um einiges schneller. Aber was tut man nicht alles um wieder zur Ruhe zu kommen. (:
Nachtzug-Fakten:
1. Nachtzugfahren ist wie eine Klassenfahrt im Ausland.
2. Man fühlt sich a) wie in einem 20er Jahre - Film bzw. b) als würde man für Organhandelzwecke nach Osteuropa verschleppt.
3. Man wird zum Schlafen gezwungen. Zum Müdewerden leider nicht.
4. Etwas, das man hier garantiert nicht findet: Eine gute Liegeposition zum Einschlafen.
5. Balkan- Pop stinkt.
6. Die Melodie aus schnarchenden Leuten, quietschenden Sesseln, müdem Gemurmel und ratternder Bahn: unbezahlbar.

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