Freitag, 24. Februar 2012




Die Stunden// 168 UniBeginn
Die Tage// 26 Springtime

// Grendel - Soilbleed v.3.

   
DejaVu.   In genau einer Woche geht die Uni wieder los und ich werd ein bisschen kirre deswegen. Ob ich das alles schaffe? Wie die Kurse wohl laufen werden? Lauter Fragen in meinem Kopf- das Ergbnis von ewigem Nachdenken über Momente, die sich nie ändern werde, egal wie sehr ich daran rüttel. Ich komm mir vor wie zum Beginn des Sommersemesters vor genau einem Jahr. Die Angst wieder in die Uni zu gehen, die Ungewissheit was passieren könnte, wie ich mich verhalten soll, mir gegenüber, anderen gegenüber, ggf. Fabian gegenüber, etc. pp. Die Angst nicht weiter zu wissen, zu vergessen, wie man einen Fuß vor den anderen setzt. Ich hasse dieses DejaVu. Es war eine komische Zeit damals, und ich möchte sie um nichts in der in der Welt zurückhaben. Das einzige was mich aufheitert ist die Tatsache, dass sich das letzte Sommersemester als ein sehr schönes entpuppt hat. Dass ich Hoffnung geschöpft habe. Und passend dazu sind die Frühjahrsmonate vollbepackt mit Kinobesuchen (Filme, auf die ich schon lang gewartet habe) und Wünschen, die feststehen und die ich nur noch umsetzen muss. 
Es nervt ganz schön, immer so sehr Angst vor der Zukunft zu haben. So unsicher geworden zu sein über all die Jahre hinweg. Mir fehlt mein bester Freund, der es immer geschafft hat mich abzulenken, egal wie nah Vergangenheit und Zukunft waren. Irgendwie ist mir danach, laut zu schreien, so sehr bis man sich nur noch zurückfallen lassen möchte. Aber die Berge kommen mir so weit entfernt vor. Vielleicht sollte ich beim nächsten Overdose neben dem Tanzen einfach laut mitsingen, ab einer gewissen Uhrzeit fällt es den meisten eh nicht mehr auf. 





I'll take you to paradise
Close your eyes, you won’t feel the pain

Take my hand you don’t need paralyze
My hands on your neck down in the rain




Dienstag, 14. Februar 2012

Kennst du das auch, daß manches mal 
Inmitten einer lauten Lust, 
Bei einem Fest, in einem frohen Saal, 
Du plötzlich schweigen und hinweggehn mußt? 

Dann legst du dich aufs Lager ohne Schlaf
Wie Einer, den ein plötzlich Herzweh traf;
Lust und Gelächter ist verstiebt wie Rauch,
Du weinst, weinst ohne Halt - Kennst du das auch?

(Hermann Hesse)

Sonntag, 12. Februar 2012







♥ Tanzbar! (Overdose)
♫ IndiePopRocks! from SomaFm 

   
Papillion.  Und schon wieder das Bloggen verpennt (wie hab ich es früher nur immer geschafft täglich zu schreiben?) - wurscht, diesmal gibt es auch ein wenig mehr zu erzählen!
Am Montag war ich in Wien. Immer wieder habe ich mit dem Gedanken gespielt in Wien zu studieren. An einer schöneren Uni als in Salzburg, in einer Stadt mit mehr Anonymität, mit meher Weite, einer Großstadt wie sie im Buche steht. Als ich jedoch langsam bei Heike eingetrudelt bin, hab ich mich nur noch nach Salzburg zurückgesehnt. Nicht nur wegen Klemens (wenn auch zu mind. 60%). Ich hab mich in Wien schlichtweg unwohl gefühlt und das obwohl ich ja so dringend wieder in eine Großstadt wollte. Wahrscheinlich ist es mit Städten ähnlich wie mit den Menschen- wenn sie einem unsympathisch sind, dann möchte man sich so schnell wie möglich von ihnen entfernen. Ganz anders ist es da in München. Es hat mich diesmal mehr als zuvor an Berlin erinnert, mit den kleinen verstecken Geschäften, den gemütlichen Café, seinem eigenen Charme. Mit Klemens bin ich am Freitag kurz dort gewesen, um meinen Papa und Kerstin zu besuchen. Lustigeweise haben wir uns genau darüber unterhalten, ob es von der Liebe abhängen kann, wo man lebt. Und derzeit ist es wirklich so - wenn Klemens nicht wäre, würde ich vielleicht irgendwann Salzburg verlassen, wahrscheinlich sofort, spätestens direkt nach dem Studium. Aber man weiß ja nie, was in ein paar Jahren ist und wie positiv oder negativ sich das Leben entwickelt. 


Gerade hab ich im Fernsehn etwas schönes gehört, von einem jungen Mädchen in einer RealityShow - dass man sich nicht öffnen möchte, wenn es sowieso nichts bringt. Wieso Freundschaften in der Uni schließen, wenn sich eh am Ende wieder alle in der Welt verstreuen; wie sinnvoller es erscheint allein zu sein, als gemeinsam mit Menschen, die man wieder verlieren wird. Es ist wie mit den Enttäuschungen: wieso das Risiko eingehen? Fährt man nicht besser, wenn man die Möglichkeit umgeht? Die Quintessenz: Dass man zum Glücklichsein Risiken eingehen muss. Wusste ich alles schon vorher, es war mir nur irgendwie nie so richtig bewusst. Das gehört zu den Dingen die erst real werden, wenn man sie ausspricht. Vom Hirngespinnst zur Wahrheit. 




It’s kind of easier when you got nothing 
because nothing can’t be taken away from you. 
But I don’t want nothing anymore.” (Skins)



Donnerstag, 2. Februar 2012






♥ Semesterferien
♫ querbeet

   
Flashes of Yellow.  Einmal die Woche bloggen scheint sich doch schwieriger zu gestalten als gedacht! Dabei ist es gar nicht viel, im Schnitt 4-5 Einträge pro Monat. Aber allein das erschöpft schon, die Ideen bleiben einfach aus. 

Derzeit sind Semesterferien, die Klausuren sind geschrieben, die trübe Phase beginnt genau jetzt. Ich mag die Semesterferien in Salzburg nicht, sie sind durchgehend fad, einsam, man hält sich mit Serien über Wasser und mit den Spaziergängen zum Supermarkt. Noch nicht mal zum Sport kann ich mich aufraffen, ich bin ja schon froh wenn ich einmal die Woche schwimmen hinbekomm. In Berlin war es irgendwie einfacher. Es gab immer was zu tun, und wenn es nur die Busfahrt in die Stadt und der Nachmittag bei Hugendubel mit einem Kaffee und Büchern war. Hier dreht man sich ständig im Kreis, hält die Luft an und erschreckt sich, wenn die Lunge nach Sauerstoff lechzt. Aber vielleicht kommt es mir auch nur so vor. Weil ich Berlin gewohnt bin und mir dort alles vertraut war und ich mich in Salzburg noch nicht vollständig eingelebt habe. 
Für das Großstadtgefühl mach ich nächste Woche einen Ausflug nach Wien und einen weiteren kurzen Trip nach München. In Wien gehts direkt zu Heike, sie hat mich vorletztes Jahr aufgefangen, bis sie in die Hauptstadt gezogen ist. Und in München werd ich Papa besuchen, vielleicht ist Kerstin dann auch da - ein kleines Stück Familiengefühl. Vielleicht wirbelt mir das mal wieder ordentlich den Kopf durch, hilft mir ein bisschen durchzuatmen und mich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. So komplett neben der Spur durch die Welt zu tapsen ist lange nicht so lustig, wie es klingt. Man bekommt nur noch die Hälfte mit vom dem was passiert und wünscht sich sehnlichst, dass alles wieder normal werde. 




The lights are off inside this room
I dream about you in the dark
Streets are cold and so brand new
Flashes of Yellow ) never stop